Schnoooki Soldaten
Politik

Islam, Terror, AfD: keine Panik!

Wir leben in unsicheren Zeiten. Viele Jahre konnten wir die Situation in den Krisenherden der Welt gemütlich vor dem Fernseher verfolgen. Auch jetzt leben wir verhältnismäßig sicher, denn wir müssen beim Betreten der Straße nicht Todesangst haben und jeden einzelnen Menschen genau beobachten. In anderen Ländern ist eine solche Vorsicht notwendig, während sie bei uns in seltenen Einzelfällen nötig ist.Doch auch hier wird es – so scheint es zumindest – immer unruhiger. Vor Kurzem wurde ein Anschlag in der Düsseldorfer Altstadt verhindert. Gerade jetzt zur Fußball EM steigt die Gefahr von Anschlägen wieder, weil Massenveranstaltungen wie Public Viewing beliebte Ziele [. . . den ganzen Text anzeigen]

Katharina Wieland Müller
Presse und Medien

Nach den Anschlägen

Öl ins Feuer Ich sehe nach den schrecklichen Anschlägen in Paris drei Dinge voraus. Erstens wird man sich über die Berichterstattung in den Medien beschweren. Für die einen sind die öffentlich-rechtlichen Sender nicht schnell genug mit Sondersendungen on Air gegangen (obwohl es noch kaum etwas zu berichten gab: siehe hier!). Für die anderen sind die Meldungen in den Sondersendungen nur Voyeurismus und journalistisch unsauber, weil statt Fakten nur Spekulationen verbreitet wurden. Manche Menschen werden vermutlich sogar beide Positionen gleichzeitig vertreten, obwohl beides nicht miteinander vereinbar ist. Zweitens wird sich das fremdenfeindliche Klima in Europa weiter verstärken. Pegida, AfD und andere [. . . den ganzen Text anzeigen]

Joachim Kirchner Smartphone News
Presse und Medien

Lügenpresse oder verzweifelte Presse?

Die westlichen Länder mit den USA als führendes Land sind die Bösen und die östlichen Länder inklusive Russland sind die Guten. Unsere Medien stecken mit den USA unter einer Decke und sind damit als ‘Lügenpresse’ zu bezeichnen. Dabei geht es um Macht und die Unterdrückung von potentiellen Störern dieser Macht. Mit diesen drei Sätzen glauben manche Menschen, die komplette Weltordnung beschreiben zu können. Dies lässt den Verdacht zu, dass sie nicht zum kritischen und differenzierten Denken fähig sind. Sie teilen die Welt in schwarz und weiß ein und machen damit dasselbe, was sie der ‚Lügenpresse‘ vorwerfen. Doch allein die Beurteilung der [. . . den ganzen Text anzeigen]

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Tagesgeschehen

Breaking News zum Germanwings-Flug 4U9525

Mut zur regulären Berichterstattung Der tragische Absturz der Germanwings A320 war das dominierende Thema in den Medien. Sowohl auf den Online-Portalen fast aller Zeitungen als auch im Radio war das Unglück die Hauptmeldung. Im Fernsehen wurde auf vielen Sendern das Programm für Sondersendungen unterbrochen. Mit Live-Schalten zu Experten und Spekulationen über die Ursache des Unglücks wurde über Stunden hinweg das Programm gefüllt. Auch in Livetickern und auf Twitter nahmen die Spekulationen darüber kein Ende. Ich selbst habe am frühen Dienstagmittag einen einzigen Artikel zum Flugzeugabsturz gelesen. Am späten Abend sah ich eine Nachrichtensendung, in der gut fünf Minuten über das [. . . den ganzen Text anzeigen]

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Gesellschaft

Skandale um jeden Preis

Als Journalist darfst du kein Gewissen haben Gleich die Überschrift muss ein Hingucker sein. Sie muss den Leser fesseln und Emotionen bei ihm wecken. Am besten Gefühle der Empörung, Erschütterung – also solche, die ihm helfen, schnell eine Meinung zu bilden. Das gilt nicht nur für Printmedien, sondern auch für Radio und Fernsehen. Je simpler und dramatischer die Meldung ist, desto besser lässt sie sich ans Volk bringen. Stilistische Mittel wie die Übertreibung, Verkürzung von Zusammenhängen, bestimmte Schnitttechniken bei Videobeiträgen etc. tragen ihren Teil dazu bei. Eine gängige Praxis, deren Vorzeigebeleg natürlich die BILD ist. Doch wer sie als Einzeltäterin [. . . den ganzen Text anzeigen]

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Film und Fernsehen

Das Aus für “Gottschalk live”

Es ist Zeit, Demut zu lernen! Haben Sie in den vergangenen Monaten wochentags direkt vor der „Tagesschau“ die ARD eingeschaltet? Nicht? – Dann gehören Sie zu der großen Mehrheit der fernsehenden Bevölkerung. Denn die nicht so wirklich einer Kategorie zuzuordnenden Sendung „Gottschalk live“ sahen in der Regel ca. dreiviertel Millionen Menschen. Kein Wunder also, dass die Sendung nach einem knappen halben Jahr eingestellt wurde. Über die Gründe und die Qualität der Sendung möchte ich gar nicht sprechen. Denn darüber haben sich die Medien – allen voran die allwissende Redaktion von DWDL – bereits genug ausgelassen. Und zwar vor dem Start [. . . den ganzen Text anzeigen]

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Tagesgeschehen

Von Leichenschändung bis Krisenbewältigung

Die Woche im Rückblick Am Sonntagabend kurz vor 21 Uhr stelle ich mich erschrecken fest: verdammt, es ist ja schon Sonntagabend und ich habe noch keinen neuen Blog-Artikel geschrieben. Ich gebe zu, dass ich schon in der Vergangenheit Artikel auf den letzten Drücker schrieb. Es entstand ein Artikel sogar erst am Montagmorgen. Dennoch war es diesmal anders. Mir wollte einfach kein Thema einfallen, über das ich schreiben konnte und wollte. Vielleicht lag es einfach daran, dass ich nicht zum Schreiben motiviert war. Aber auch Nachrichtenseiten im Internet konnten mir nicht wirklich einen Anreiz geben, über etwas zu schreiben. Leider beherrscht [. . . den ganzen Text anzeigen]

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Politik

Soziales Mittelalter in Deutschland

Die „Wulff“-Debatte Bundespräsident Christian Wulff (CDU) steht seit einigen Wochen massiv in der Kritik. Grund dafür ist ein Privatkredit für die Finanzierung eines Hauses zu sehr günstigen Konditionen. Diesen Kredit erhielt er mit Hilfe des Unternehmerpaars Geerkens, mit dem er befreundet ist. Als die BILD weitere Details darüber veröffentlichen wollte, drohte Wulff dem Chefredakteur per Telefon, um die Veröffentlichung des Artikels zu verschieben. Seit diesem Zeitpunkt schlachten ihn die Medien in aller Öffentlichkeit ab – und niemand scheint zu bemerken, dass das soziale Mittelalter in diesem Land einen weiteren Höhepunkt erreicht. Wulff erhält einen Kredit zu „unverschämt“ günstigen Konditionen und [. . . den ganzen Text anzeigen]

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Gesellschaft

Die Kunst des Zurechtlegens

Politisch korrekt? Durch einen Kommentar zu meinem Artikel „Böse Worte“ von letzter Woche bin ich zu diesem Artikel inspiriert worden. Denn wo einem durch die Politik und die Medien gewisse Ausdrucksweisen verboten werden, da werden natürlich alternative Ausdrucksweisen angeboten. Grund für Verwendung beschönigender Formulierungen scheint mir die Unfähigkeit zu sein, offen und direkt mit Problemen umzugehen und sich mit ihnen auseinanderzusetzen. Besonders schwierig ist es, Konflikte mit klaren Worten anzugehen, wenn man eine Person des öffentlichen Lebens ist. Gerade Politiker, die in der breiten Masse auf Zustimmung treffen möchten, tun sich damit schwer – besonders, wenn ein Teil der Wählerschaft [. . . den ganzen Text anzeigen]