Maren Beßler Bühne
Erlebnisse

Berühmt für einen Tag

Einmal ein Star sein und von allen Menschen angehimmelt werden. Mit seinem Können die Massen begeistern und ein Luxusleben in Saus und Braus führen. Irgendwann hatten wir alle mal diesen Wunsch oder zumindest Tagträume davon.Die technischen Möglichkeiten, um ein Millionenpublikum zu erreichen, gibt es mittlerweile. Kamera, Mikrofon, Licht und evtl. noch ein bisschen Erfahrung mit einem Schnittprogramm – mehr braucht man nicht, um mit relativ geringem Aufwand Videos oder Audiodateien aufzunehmen und ins Internet zu stellen. Ein Text lässt sich sogar noch simpler und kostengünstiger publizieren. In der Flut an Informationen im Internet ist es natürlich nicht so einfach, wahrgenommen [. . . den ganzen Text anzeigen]

Kein Bild
Politik

Und täglich nervt das Wahlplakat

Koalitionspoker – wie spannend Genau vier Wochen sind jetzt seit der Bundestagswahl vergangen. Und ich empfinde es als sehr angenehm, dass mit etwas Verspätung auch die Wahlplakate aus den Städten verschwunden sind. Psychologen haben angeblich herausgefunden, dass Wahlplakate tatsächlich Einfluss auf unsere Einstellung zur jeweiligen Partei nehmen – und damit natürlich auch unsere Wahlentscheidung beeinflussen. Ich persönlich kann mir das aber nicht wirklich vorstellen. Dafür sind die meisten Plakate zu inhaltslos und unkreativ gestaltet. Wobei: wenn Beeinflussung bedeutetet, dass ich die Parteien alle nicht wähle, die da für sich werben, dann stimmt es ja wieder, was die Psychologen sagen. Man [. . . den ganzen Text anzeigen]

Kein Bild
Gesellschaft

Skandale um jeden Preis

Als Journalist darfst du kein Gewissen haben Gleich die Überschrift muss ein Hingucker sein. Sie muss den Leser fesseln und Emotionen bei ihm wecken. Am besten Gefühle der Empörung, Erschütterung – also solche, die ihm helfen, schnell eine Meinung zu bilden. Das gilt nicht nur für Printmedien, sondern auch für Radio und Fernsehen. Je simpler und dramatischer die Meldung ist, desto besser lässt sie sich ans Volk bringen. Stilistische Mittel wie die Übertreibung, Verkürzung von Zusammenhängen, bestimmte Schnitttechniken bei Videobeiträgen etc. tragen ihren Teil dazu bei. Eine gängige Praxis, deren Vorzeigebeleg natürlich die BILD ist. Doch wer sie als Einzeltäterin [. . . den ganzen Text anzeigen]

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Politik

Soziales Mittelalter in Deutschland

Die „Wulff“-Debatte Bundespräsident Christian Wulff (CDU) steht seit einigen Wochen massiv in der Kritik. Grund dafür ist ein Privatkredit für die Finanzierung eines Hauses zu sehr günstigen Konditionen. Diesen Kredit erhielt er mit Hilfe des Unternehmerpaars Geerkens, mit dem er befreundet ist. Als die BILD weitere Details darüber veröffentlichen wollte, drohte Wulff dem Chefredakteur per Telefon, um die Veröffentlichung des Artikels zu verschieben. Seit diesem Zeitpunkt schlachten ihn die Medien in aller Öffentlichkeit ab – und niemand scheint zu bemerken, dass das soziale Mittelalter in diesem Land einen weiteren Höhepunkt erreicht. Wulff erhält einen Kredit zu „unverschämt“ günstigen Konditionen und [. . . den ganzen Text anzeigen]