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Gesellschaft

Skandale um jeden Preis

Als Journalist darfst du kein Gewissen haben Gleich die Überschrift muss ein Hingucker sein. Sie muss den Leser fesseln und Emotionen bei ihm wecken. Am besten Gefühle der Empörung, Erschütterung – also solche, die ihm helfen, schnell eine Meinung zu bilden. Das gilt nicht nur für Printmedien, sondern auch für Radio und Fernsehen. Je simpler und dramatischer die Meldung ist, desto besser lässt sie sich ans Volk bringen. Stilistische Mittel wie die Übertreibung, Verkürzung von Zusammenhängen, bestimmte Schnitttechniken bei Videobeiträgen etc. tragen ihren Teil dazu bei. Eine gängige Praxis, deren Vorzeigebeleg natürlich die BILD ist. Doch wer sie als Einzeltäterin [. . . den ganzen Text anzeigen]

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Erlebnisse

Oh! Hab ich vergessen!

Herausforderung Zuverlässigkeit Für ein Medienprojekt brauchte ich vergangene Woche einen Protagonisten, der ein Interview vor der Kamera mit mir führt. In meinem Bekanntenkreis fragte ich deshalb einige Leute, ob sie bereit dazu wären mit der Bitte, mir bis spätestens Sonntag zu antworten. Von einer Person abgesehen warte noch bis heute auf die Antworten! Bei einigen Person hätte ich zwar eine Absage erwartet, was ärgerlich aber völlig in Ordnung gewesen wäre. Stattdessen meldete man sich gar nicht bei mir. Zum Glück fragte ich direkt mehrere Leute gleichzeitig, sodass ich nun einen Protagonisten gefunden habe. Dies war nur eine von mehreren Situationen, [. . . den ganzen Text anzeigen]

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Tagesgeschehen

Das Töten von Massenmördern

Ein Gewissenskonflikt Vor einer Woche wurde der Terrorist Osama Bin Laden von US-Kommandos aufgespürt und erschossen. Damit endete die Suche nach dem Führer von Al-Kaida, der angeblich für die Terroranschläge vom 11. September 2001 verantwortlich war. Aus Sicherheitsgründen, so heißt es, sollte Bin Laden nicht lebendig gefasst und in die USA gebracht werden. So blieb ihm ein Prozess verwehrt. Stattdessen tötete man ihn mit einem Kopfschuss, nahm DNA-Proben und bestattete die Leiche im Meer. Viele Staatschefs, darunter auch Angela Merkel, drückten ihre Freude über die Tötung Bin Ladens aus. Ein Verhalten, das einige Ethiker und die katholische Kirche kritisierten. Die [. . . den ganzen Text anzeigen]