Betreibt man Forschungen über die Christianisierung vor dem Hintergrund der Frage, wie das Christentum von einer verfolgten zu der dominierenden Religion innerhalb des römischen Kaiserreiches wurde, stößt man auf zwei plausible Erklärungen. Zum einen wird von der Bekehrung zum Christentum gesprochen, welches in der Bevölkerung zunehmend Zustimmung und Akzeptanz fand. Zum anderen findet man Literatur, die eine Zwangsbekehrung zum christlichen Glauben und die Unterdrückung anderer Religionen beschreibt. Der Althistoriker Jochen Bleicken und der Religionshistoriker Hubert Cancik erläutern die Veränderung der Religionspolitik des römischen Reiches unter Kaiser Konstantin und seinen Söhnen. Diese wandelt sich von einer Duldung des Christentums hin zur Erhebung zur Reichsreligion.

©Thomas Max Müller/pixelio.de
©Thomas Max Müller/pixelio.de

Doch was war der entscheidende Grund dafür, dass sich das Christentum im römischen Reich durchsetzte? Konnte sich das Christentum gerade deshalb durchsetzen, weil weite Teile der Reichsbevölkerung bekehrt wurden und hinter dem Christentum standen? Oder war die Begünstigung des Christentums seitens der Autoritäten – allen voran Kaiser Konstantin und in den Folgejahren seine Söhne – der entscheidende Faktor für die Christianisierung?
In diesem Essay lege ich die beiden Positionen ‘Christianisierung durch Bekehrung’ und ‘Christianisierung durch politische Autoritäten’ dar und nehme Stellung dazu. Anschließend gehe ich auf die Ausdrücke ‘Bekehrung’ und ‘Zwangsbekehrung’ ein und komme schließlich zu meinem abschließenden Fazit.

Zum Essay: Christianisierung durch Bekehrung?

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*